Ausflug ins deutsche Fastnachtsmuseum, Kitzingen

Bezirk VI, am 30. März 2014

Protokoll

De IGMK en Ausflug macht,
nach Kitzingen, zum Museum von der Fassenacht.
Wo man über das Kulturgut Fastnacht alles hat gesammelt,
was sonst ohne Beachtung wär vergammelt,

Organisiert vom Dietmar, dem Jerger,
der hatte am Anfang viel Ärger,
erst meldet sich en Bus voll Leute,
nachher da kam die Hälft nur heute.

Doch Dietmar lässt sich´s nett verdrießen:
„Die, die da sind soll´n es heut genießen!“
So sprich er über´s Mikrofon,
dann geht er rum, kassiert auch schon.

Später dann, so ne Stunde drauf,
ergreift er´s Mikrofon, steht wieder auf,
erzählt über´s Reiseziel noch das und dies
und das unser Busfahrer mal Dörthe hieß.

Da meldet sich der Fahrer von dem Bus,
weil er nen Tanker überholen muss.
Doch macht ihm das Überholen nicht recht froh,
denn hinten auf´m Tanker klebt ein nackter Damen-Po!

Doch als dies Hindernis endlich ist dann überwunden,
hamm mir Kitzingen ganz schnell gefunden!
Die Sonne scheint, der Himmel ist blau,
mir erreiche Kitzinge ganz ohne Stau!

Im Fastnachtsmuseum gab´s dann Kultur pur,
ganz modern präsentiert – drei Stunden nur.
So sahn mir die Sach noch nie
Und mancher ging dabei leicht in die Knie.

Kultur ist manchmal großer Mist,
wenn du dabei am verdrockne bist!
Für´n echte Fastnachter ist des en große Graus,
der hält´s ohne trinke halt net aus.

Doch dann ging´s bald so richtig los
Und die Erleichterung war riesengroß,
im Keller gibt es guten Frankenwein
und das findet ein jeder fein.

Unser Musikus macht schönen Krach,
da wird die größt Schlafmütz wieder wach.
Dann dringt ein Duft durch´n Kellerraum,
es ist für uns grad wie ein Traum.

Salat von Kartoffele und von Kraut geschnitte
Stell man in Schüssln auf des Tisches Mitte
Und Sauerkraut aus´m Land der Franken,
dafür muss man dem Metzger danken.

Rippcher wie´n Wagenrad so groß
Un Leberkäs frisch aus de Soß
Un Brot, gewürzt mit ganz viel Kümmel,
des gibt auf´m Klo e schön Gewimmel.

Historie ist für den Geist ganz schön,
doch will de Bauch nett leer ausgehn.
Die Küche noch en Schnapps spendiert,
da wird im Keller jubiliert.

Und noch ist der Bauch voll am Verdauen,
da will man nicht den Ohre trauen,
schon spielt de „Quetschemann“ zu unserm Spaß
Frau Rauscher aus de Klappergass.

Die hätte mir sonst, ich sag´s unumwunden,
in Franken niemals hier gefunden!
Jürgen spielt mit flotter Hand
Melodien, die wohlbekannt.

Zum Klatschen und zum mit auch singen,
so tut er uns zur Stimmung bringen.
Drauf holt die Historie uns schon wieder ein,
Hans Sachs-Theater zum Frankenwein?

Hans Sachs Theater

Hans Sachs Theater

Mit Reimen, mit Gedichten
Weiß ein fränkisches Trio zu berichten,
wie der Zwist von Frau und Mann
im Paradies wohl schon begann.

Hans Sachs Theater

Hans Sachs Theater

Wir lauschen voller Ehrfurcht jetzt,
den Reimen, die so präzis gesetzt.
Den uralten Gedichten,
die vom Geschlechterkampf berichten.

Wer hätt von uns, zu später Nacht,
davon geträumt, ja dran gedacht,
solch Kunstgenuss hier zu erleben,
das klärt den Geist, lässt deine Seele schweben.

Bei derart herzlich vorgetragnen Scherzen,
öffnen sich der Hörer Herzen
und manche Träne heiß und feucht
über unsre Wangen fleucht.

Es stimmt: Man muss dem Herrgott für alles danken,
selbst für einen Unterfranken!
Aber vor Allem und vor allen Dingen,
wenn die solch Kunstgenuss uns bringen.

Dann gibt´s noch Brot mit Kümmel, Gurke, Wurst,
das macht uns kräftig noch mal Durst.
Der Dietmar tut noch heftig ehren,
dagegen kann man sich ja gar nicht wehren.

Danach ist die Historie wieder dran,
mit Humpelscheid und Armbrustmann.
Hörn den lustigen Dialekt der Franken,
ich sagt es schon: Man muss dem Herrgott danken!

So haben wir zu später Nacht
Ganz herzlich und von Herzen gelacht.
So findet der Abend froh sein Ende,
wir klatschen laut in unsre Hände.

Man resümiert zum guten Schluss,
auf der Heimfahrt im dunklen Bus:
Gelobt sei DIE Idee vom Ausflug in das Frankenland,
„Mein lieber Dietmar sei tausendfach bedankt!“

Anton Dostal
www.youtube.com/user/LeierkastenmannAnton

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