TÜV-Probleme vor Fastnachtsumzügen

Vor der letzten Fastnachtskampagne gab es viele Telefonanrufe und Anfragen bei Bezirksvorsitzenden der IGMK, da TÜV-Überprüfungen der Wagen für die Fastnachtsumzüge angesagt waren.
Für viele Vereine und Kommunen war dies eine völlig neue Situation, obwohl es die entsprechenden Verlautbarungen und Verordnungen durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen bereits seit dem Jahr 2000 gibt, und diese TÜV-Abnahme in den Städten wie Frankfurt, Wiesbaden und Mainz seit Jahren durchgeführt wird.
Es stellte sich dabei heraus, dass viele Fastnachtswagen aufgrund ihres technischen Zustandes keine TÜV-Plakette erhielten, was dazu führte, dass in einigen Gemeinden der Ausfall des Fastnachtszuges drohte.
Vereinsvertreter versuchten darauf hin, Wagen aus anderen Kommunen zu leihen, was natürlich auch nicht immer gelang. Erstaunlich war in diesem Zusammenhang festzustellen, dass selbst Vertreter von städtischen Ordnungsämtern keine Ahnung von diesem Sachbereich hatten und ebenfalls bei Vertretern der IGMK nachfragten.
Festzustellen bleibt in diesem Zusammenhang, dass es natürlich eine Selbstverständlichkeit ist, nur solche Wagen an einem Fastnachtszug mitfahren zu lassen, die den erforderlichen Bestimmungen der Verkehrssicherheit entsprechen. Es sind teilweise 20 bis 30 Personen und mehr auf den Wagen, deren Sicherheit und Leben auch und gerade an Fastnacht nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden dürfen. Dies sollte für Vereine überhaupt keine Frage sein, wobei die Gestaltung von Umzugsfahrzeugen auch für die Sicherheit der Umzugsbesucher äußerst wichtig ist. Die Kommunen sollten dieses Merkblatt des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen vom 13. November 2000 zur sicheren Durchführung von Fastnachtsumzügen den Vereinen und Gruppierungen zur Verfügung stellen können. Wobei es auch noch ein „Informationsblatt zur Teilnahme an Brauchtums-veranstaltungen“ des TÜV Hessen gibt.
Deshalb sei allen Vereinen und Veranstaltern geraten, sich rechtzeitig mit diesen Bestimmungen vertraut zu machen und ihre Umzugswagen so herzurichten, dass es 2015 keine Probleme mit der Teilnahme an Fastnachtsumzügen gibt.

Manfred Kreis
Deutsche Fastnacht Nr. 112/2

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