22 Jahre Mainzer Fastnachtsmuseum –  eine Erfolgsgeschichte

Über nahezu100 Jahre war es Wunsch der Fastnachter in Mainz ein Fastnachtsmuseum zu etablieren. Dem standen Unterbringungsmöglichkeiten, Zeitereignisse  etc. stets entgegen.

Im Jahr 1990 wurde der Förderverein Mainzer Fastnachtsmuseum gegründet mit den Ansinnen das Projekt Mainzer Fastnachtsmuseum zu  forcieren und in die Realität umzusetzen.

Seit nunmehr 22 Jahren existiert in Mainz ein Fastnachtsmuseum. Es zeigt die heimatliche Brauchtumspflege vieler Jahrhunderte im Saal und „uff de Gass“ in der goldenen Stadt am Rhein. Der unvergessene Mainzer Sozialdezernent, und spätere Bundestagsabgeordnete, Karl Delorme sowie der Vorsitzende Gerd Ludwig (früherer Vizepräsident des Mainzer Carneval Clubs) bemühten sich ohne Unterlass mit großem Engagement  um die Errichtung eines Museums, das von dem großen Volksfest  in Mainz zeugen sollte. Im Juni 2004 war es endlich so weit. In den Räumen des Proviant Magazins, es liegt verkehrsgünstig in der Mainzer Innenstadt, unweit des Fastnachtsbrunnens, konnten adäquate Räumlichkeiten gefunden werden.

In 2 x 11 Jahren ist das sehenswerte Fastnachtsmuseum zu einem Anziehungspunkt für Mainzer, Määnzer und Meenzer, sowie Karnevalisten aus der gesamten Bundesrepublik aber auch für Touristen aus Europa und Übersee, die die goldene Stadt am Rhein mit ihren Sehenswürdigkeiten besuchen, geworden. Bestaunen können sie unter anderem Aufzeichnungen aus 70 Jahren Gesichte der Mainzer Fernsehsitzungen ebenso wie alte Mitschnitte des Rosenmontagszugs vor dem 2. Weltkrieg. Gardeuniformen, Orden sowie Komitee Kappen etc.  vervollständigen die imposante,  sehenswerte  Ausstellung.

Unter Leitung  seines 1. Vorsitzenden, Dr. Diether Degreif, wird das Museum von  über 60 ehrenamtlichen Mitarbeiter des Fördervereins Mainzer Fastnachtsmuseum, dem Träger des Museums,  eigenverantwortlich verwaltet. Das Museum hat ganzjährig für Gäste geöffnet und längst ist das  Kleinod der Mainzer Fastnacht auch Dreh- und Angelpunkt für Sonderausstellungen, Soirées , Lesungen etc. geworden.

Am 13. Juni des Jahres feierte man den Geburtstag mit einem Empfang sowie einem anschließenden gemütlichen Beisammensein, um die Erfolgsgeschichte Mainzer Fastnachtsmuseum würdigen und feiern  zu können.

Seit vielen  Jahren bereits  ist der Förderverein Mitglied in der IGMK und damit auch im Bund Deutscher Karneval (BDK).

Für den BDK überbrachte dessen Vizepräsident Peter Krawietz die Glückwünsche des Verbandes. In  seinen Grußworten erklärte er, dass es außer den bekannten Fastnachtsmuseen, dem Museum des BDK in Kitzingen, sowie  Köln und Mainz 27 solcher Einrichtungen in der Bundesrepublik bestehen würden  in denen die regionale Brauchtumspflege mit den vor Ort  spezifischen Devotionalen   dem interessierten Besucher näher gebracht werden würden. Der Überlieferung nach solle das älteste seiner Art auf thüringischem Boden aus dem 13. Jahrhundert stammen.

Für die Stadt Mainz überbrachte der Oberbürgermeister, Nino Haase,  Glückwünsche der Stadt Mainz und unterstrich, dass das Mainzer Fastnachtsmuseum die Historie der Stadt sowie   ein Stück   Lebensgefühl der Mainzer wieder spiegeln würde. Sein Dank galt allen die die Erfolgsgeschichte Mainzer Fastnachtsmuseum mit ihrem ehrenamtlichen Engagement mit geschrieben hätten .

Zum Abschluss des stimmungsvollen Vormittags fand dann, bei Kaiserwetter,  eine Open Air Veranstaltung vor dem Gebäude des Proviant Magazins statt zu der die bekannten „Humbas“ mit Frontmann Thomas Neger  mit ihren Ohrenwürmern nicht fehlen durften und zu denen unter vielen eine Gruppe des Fastnachtsvereins  aus Kepperich begeistert  mitsang.